Chancen & Risiken

Therapiechancen

Die Schwangerschafterwartung nach IVF oder IVF/ICSI ist etwa so hoch wie die natürliche Schwangerschaftserwartung eines gesunden Paares.

  • Die natürliche Schwangerschaftsrate liegt bei 20 – 25 % pro Zyklus
  • Die Schwangerschaftsrate pro Embryotranfer beträgt 28,4% bei der IVF und 27,9% in der IVF/ICSI – Behandlung. (Deutsches IVF – Register 2001)
  • Nach bis zu 4 Behandlungszyklen sind 65 – 70 % der Frauen schwanger.
  • Wesentlichen Einfluß auf die Erfolgschance hat das Lebensalter der Frau.


Therapierisiken

Wie jeder körperliche Eingriff ist auch die In Vitro Fertilisation mit Risiken verbunden. Das Ziel der Hormontherapie ist ein Heranreifen mehrerer Eizellen.

Trotz sorgfältiger Ultraschall- und Serumhormonkontrolle kann es zu einer Überstimulation kommen. Das sogenannte Überstimulationssyndrom ist mit einer deutlichen Vergrößerung der Eierstöcke, Unterbauch-schmerzen sowie relativ hohen Östrogenspiegeln verbunden, die zu einer vermehrten Gefäßdurchlässigkeit und damit zu einem erhöhten Thromboserisiko führen. Diese Symptome sind jedoch gut zu behandeln und bilden sich wieder voll-ständig zurück.
Um die Erfolgschance des IVF-Verfahrens zu erhöhen, werden meist zwei, maximal drei Embryonen übertragen. Damit ist die Mehrlingsrate gegenüber der normalen Mehrlingsrate erhöht: Von 100 Geburten nach IVF/ICSI sind 23 % Zwillingsgeburten und 2,3% Drillingsgeburten ( Deutsches IVF – Register 2001). Dem steht eine natürliche Häufigkeit von 1,2% Zwillingsgeburten und 0,013 % Drillingsgeburten gegenüber.