Ursachen und diagnostische Möglichkeiten

Die Ursachen der ungewollten Kinderlosigkeit finden sich in etwa 30 % bei der Frau und in etwa 30 % beim Mann. In weiteren 30 % sind ursächlich beide Parter betroffen. In etwa 10 % der Fälle kann die Ursache der Kinderlosigkeit nicht geklärt werden. Ziel unserer Beratung ist es, die Ursachen der ungewollten Kinderlosigkeit zu erkennen und individuell angemessene, an den Bedürfnissen des Paares orientierte therapeutische Maßnahmen vorzuschlagen.

Auf den folgenden Seiten erläutern wir mögliche Gründe und Ursachen. Scheuen Sie nicht uns zu kontaktieren, damit wir Ihnen ganz individuell helfen können.

Grundlagen

Der monatliche Zyklus der Frau ist ein komplizierter Vorgang, der einerseits über die Fruchtbarkeit entscheidet, andererseits für Gesundheit und Wohlbefinden der Frau von entscheidender Bedeutung ist.

Die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) bildet das Hormon FSH (Follikel stimulierendes Hormon) und LH (Luteinisierendes Hormon). Unter der Einwirkung von FSH reift im Eierstock der Frau eine Eizelle heran. Diese Eizelle befindet sich in einem Eibläschen (Follikel), aus dem sie in Zyklusmitte durch dIe Ausschüttung des LH freigesetzt und in den Eileiter abgegeben wird. Diesen Vorgang bezeichnet man als Eisprung (Ovulation).

Der reifende Follikel bildet Östrogene, die für den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut sorgen. Nach dem Eisprung ist die Eizelle ca. sechs Stunden lang befruchtungsfähig. Die Befruchtung der Eizelle findet im Eileiter statt. Ein Spermium dringt durch die Eihülle ein, die väterlichen Chromosomen werden in der Eizelle freigesetzt , die Zellteilung beginnt. Die Wanderung des Embryos durch den Eileiter in die Gebärmutter dauert 4-5 Tage, währenddessen entwickelt sich der Embryo weiter und erreicht als sogenannte Blastocyste die Gebärmutter, wo er sich schließlich einnistet. Durch Abgabe von Signalstoffen an den mütterlichen Organismus bleibt die Funktion des nach dem Eisprung im Eierstock entstandenen Gelbkörpers erhalten. Der Gelbkörper bildet das Gelbkörperhormon ( Progesteron), das die Schwangerschaft aufrecht erhält. Tritt keine Schwangerschaft ein, stellt der Gelbkörper nach 14 Tagen seine Hormonproduktion ein, und es kommt zur Menstruationsblutung.

Hauptsache gesund

Jede Frau wünscht sich, die besondere Zeit der Schwangerschaft zu genießen: staunen und sich freuen, sich Zeit nehmen, das Leben spüren, das eigene Kind willkommen heißen. In guter Hoffnung sein bedeutet auch, auf die eigenen Kräfte zu vertrauen und darauf, dass das Leben mit Kindern bewältigt werden kann. Für viele gehört dazu auch der Wunsch nach einem gesunden Kind. Denn häufig wird gesund sein mit Glück gleichgesetzt und krank oder behindert sein mit Leid. Menschen, die mit einer Behinderung leben, erleben diese jedoch meist als etwas Selbstverständliches, das zu Ihnen gehört.

Fast alle Kinder kommen gesund zur Welt. Nur die wenigsten Behinderungen sind angeboren. Die meisten Behinderungen entstehen erst im Laufe des Lebens und sind nicht von Anfang an da. Nur ein kleiner Teil davon ist vor der Geburt zu erkennen oder zu heilen.


1. Nackentransparenz-Test

Wie: Mit dem Ultraschall wird die sog. Nackenfalte beim Ungeborenen gemessen. Wird dabei ein bestimmter Wert erreicht, erfolgt eine Überweisung an Spezialisten. Diese errechnen eine statistische Risikoeinschätzung mit Hilfe eines Computerprogramms. Das Alter der Frau, die genaue Schwangerschaftsdauer und die Größe des Ungeborenen werden hinzugenommen.

Warum: Alle Tests werden als Entscheidungsgrundlage über weitere Untersuchungen, wie die Fruchtwasserpunktion oder Chorionzottenbiopsie, durchgeführt.

Wann: 12.-14. Woche

2. Ersttrimester-Test

Wie: Blutentnahme bei der Frau und Bestimmung von Hormon- und Eiweißwerten (HCG; PAPP-A). Für die Erstellung des statistischen Risikowertes mittels eines Computerprogramms werden die sog. Nackenfaltenmessung und das Alter der Frau hinzugenommen.

Wann: 11.-13. Woche

Was erfahre ich: Der Ersttrimester-Test bringt im Vergleich zum Triple-Test genauere Ergebnisse und wird daher häufiger angewendet.

3. Triple-Test

Wie: Blutentnahme bei der Frau; Bestimmung von Hormonen (HCG; Östriol) und des Alphafetoproteins (AFP). Aus diesen Werten, der genauen Schwangerschaftsdauer, dem Alter und Gewicht der Frau erfolgt eine Risikoeinschätzung.

Warum: Zusätzlich zur statistischen Risikoeinschätzung über ein mögliches Down-Syndrom oder eine andere Chromosomenabweichung, auch zur Suche nach Neuralrohrdefekten (z.B. offener Rücken) beim Ungeborenen.

Wann: 16.-18. Woche; diese Ergebnisse liegen innerhalb einer Woche vor.

Was erfahre ich: Ein erhöhter AFP-Wert kann auf einen Neuralrohrdefekt beim Ungeborenen (sog. Offener Rücken) hinweisen.

Wunschkinder aus Bielefeld

Das sagen unsere Patienten

Viele Paare konnten wir mit unserer Arbeit schon glücklich machen. Immer wieder erreicht uns viel positives Feedback, welches wir in Auszügen hier stellvertretend für die vielen Rückmeldungen, präsentieren möchten.

Was haben Sie für Erfahrungen mit unserem Fertility Center gemacht? Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an:

Wir sind super zufrieden mit der Klinik, sie ist wirklich weiter zu empfehlen! Ein super Team und Dr. Völklein ist ein toller, netter Arzt. Er hat immer ein offenes Ohr für seine Patienten. Vielen lieben Dank!

Wir möchten uns auch herzlich für die tolle Betreuung bedanken! Wir hatten das Glück das es gleich bei der ersten ICSI geklappt hat. :) Unser kleiner Mäusemann ist nun schon drei Monate alt. Wir werden auf jedenfall in 2 Jahren wieder kommen. Danke an das tolle Team!

Wir wollen uns noch mal bei Dr. Völklein bedanken für die beste Betreuung mit tollem Ergebnis in der ganzen Kinderwunschzeit! Dezember 2016 haben wir das positive Ergebnis bekommen und letzte Woche wurde in der 11 Woche Ultraschall gemacht. Das kleine Wesen entwickelt sich super und alles ist gut. Ohne Ihre Hilfe wäre es nie möglich gewesen. Vielen Dank auch an das ganze Praxisteam.

Liebes Praxisteam, Danke für Ihre freundliche, professionelle und warmherzige Betreuung während unserer Kinderwunschzeit. Dank Ihnen dürfen wir seit dem 2.März endlich unser Wunder im Arm halten. Unser größter Dank geht an Dr. Völklein und Dr. Ebert. Wir sind überglücklich und freuen uns wenn wir für ein Geschwisterchen wieder zu Ihnen kommen dürfen. An alle anderen Patienten, auch wenn der Kampf oft aussichtslos scheint, irgendwann wird der Kampf belohnt! Liebe Grüße aus dem Sauerland.

Ich habe 6 Jahre auf Kind ein gewartet. Zahlreiche Hormon-Therapien und zwei Inseminationen habe ich hinter mir. Mitte 2014 habe ich dann mit der Behandlung in Bielefeld angefangen und habe mich von Anfang an dort super wohl gefühlt. Und Mitte September kam dann die tolle Nachricht, dass der Test positiv ist. Der erste Versuch hat sofort geklappt. Im Mai 2015 ist unsere Tochter gesund geboren.

Wir bedanken uns für die liebevolle und professionelle Betreuung. Ein besonderer Dank gilt der Praxis in Paderborn mit Frau Dr. Harms. Wie heißt es doch so schön? Was länge währt, wird endlich gut. Nach einer erfolgreichen Insemination dürfen wir seit dem 24.11.2015 unsere Tochter Lenya in den Armen halten. Wir sind unbeschreiblich glücklich. Wir wünschen allen wartenden Paaren Durchhaltevermögen, viel Kraft und besonders: ”immer positiv denken, auch wenn der Weg mühsam ist” …es lohnt sich.

Ich bin erst seit wenigen Wochen hier und Patientin von Dr. Völklein. Weil ich normalerweise jemand bin, der um Ärzte einen großen Bogen macht und um Gynäkologen gleich zwei, wollte ich an dieser Stelle all denjenigen Mut zusprechen, die noch unsicher sind, ob sie den Schritt in eine KiWu-Klinik wagen sollten oder nicht.
Bei Dr. Völklein (und mit Sicherheit auch allen anderen dort praktizierenden Ärtzinnen und Ärzten!) seid ihr wirklich in guten Händen. Ich habe stets das Gefühl, dass das Wohl der Patientinnen bei Dr. Völklein an erster Stelle steht und man mit seinen Fragen und Wünschen auch ernst genommen wird. Das schafft eine vertrauliche Basis und hilft, dem Kinderwunsch gelassen entgegenzusehen.

Wir haben lange darauf gewartet und sehr viele Höhen und Tiefen in den letzten Jahren erlebt. Es war zeitweise wirklich hart und man dachte, es kann so nicht mehr weitergehen und wir geben unseren großen Traum auf. Aber jetzt sieht man, dass sich die Mühen gelohnt haben! Wenn man so einen kleinen Wurm in den Armen hält, ist es das größte Glück und unbeschreiblich. Unser Dank gilt der Praxis und vor allen Mitarbeitern, denn ohne die Möglichkeiten und die kompetente Betreuung, wäre es sicher nicht möglich gewesen. Danke!

Hallo liebes Team! Hiermit möchten wir uns ganz herzlich für die tolle Betreuung bedanken. Nun hat man uns schon zum zweiten mal zu einem Wunder verholfen. Wir können die Praxis mit gutem Gewissen weiten empfehlen. Wir sind jetzt mit unserer kleinen Maus in der 22ssw. Macht weiter so und es wird noch viele Wunder mit Eurer Hilfe geben!

Ich möchte allen Kinderwunschpaaren mut machen bei denen es noch nicht geklappt hat. Nach einer erfolglosen ICSI sind wir dann beim 2ten Versuch schwanger geworden. Ich konnte es nicht fassen weil man oft liest wie viele Anläufe manche brauchen. Seit einem halben Jahr halten wir unseren Sonnenschein nun in den Armen.

Mögliche Infertilitätsursachen bei der Frau

Antikörper gegen Eizellen oder Spermien

Antikörper gegen Eizellen, Spermien oder auch andere Körperzellen können die Chance auf Eintritt oder Austragen einer Schwangerschaft negativ beeinflussen. Die Vielfalt möglicher Antikörper verhindert eine einfache allgemeingültige Aussage zur deren Bedeutung. Insgesamt ist die sogenannte immunologische Sterilität eher selten Ursache der ungewollten Kinderlosigkeit. Viele Fragen in Diagnostik und Therapie sind unbeantwortet.


Eizellreifungsstörung

Unterschiedliche Störungen des Hormonhaushaltes können zu einer fehlenden oder verzögerten Eizellreifung, zum Ausbleiben des Eisprunges und zu einer unzureichenden Gelbkörperhormonbildung führen. Häufig liegen erhöhte Werte an männlichen Hormonen vor. Ebenso können Störungen der Schilddrüsenfunktion ursächlich sein. Unter- oder Übergewicht, exzessiver Sport, Medikamente und Stress beeinflussen das hormonelle Gleichgewicht. Seltener liegt eine genetische Auffälligkeit oder eine Tumorerkrankung zu Grunde.


Endometriose

Unter Endometriose versteht man das Vorkommen gebärmutterschleimhautähnlicher Zellen außerhalb der Gebärmutterhöhle. Es handelt sich hierbei um eine der häufigsten gutartigen Erkrankungen der Frau. Die Ursachen dieser Erkrankung sind nicht ganz klar. Häufige Symptome einer Endometriose sind Unterbauchschmerzen, schmerzhafte Blutungen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Ebenso finden sich bei den Betroffenen nicht selten Probleme beim Schwangerwerden – hier können organische Veränderungen oder Milieustörungen der Bauchhöhlenflüssigkeit verantwortlich sein. Die Diagnose einer Endometriose wird häufig erst durch eine Bauchspiegelung gestellt.


Fehlbildung der Gebärmutter

Fehlbildungen von Gebärmutter, Eileitern oder Eierstöcken sind insgesamt selten. Je nach Ausprägung können sie aber den Eintritt einer Schwangerschaft verhindern oder zu gehäuften Fehlgeburten führen.


Schädigung der Eileiter

Während Störungen im Gebärmutterhals und im Gebärmutterkörper vergleichsweise selten für einen unerfüllten Kinderwunsch verantwortlich sind, findet sich häufiger ein Wegeproblem im Bereich der Eileiter und ihrer trichterförmigen Enden. Verschlüsse der Eileiter, eine Beweglichkeitseinschränkung der Eileiter oder eine Schädigung der Eileiterschleimhaut führen zu einer Störung des Transportes von Ei- und Samenzellen. Häufigste Ursachen für eine Schädigung der Eileiter sind Infektionen, Endometriose, Verwachsungen, Voroperationen, Eileiterschwangerschaften.


Uterus myomatosus

Uterusmyome sind gutartige, von der glatten Muskulatur der Gebärmutter ausgehende Tumore. Eine bösartige Entartung ist selten. Ob solche Muskelknoten die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen hängt im wesentlichen von ihrer Anzahl, Größe und Lokalisation ab.

Mögliche Infertilitätsursachen beim Mann

Störung der Spermienreifung

Verschiedene Faktoren können die Spermienreifung stören.

Neben einer im Kindesalter durchgemachten Mumpsinfektion können Krampfadern am Hoden (Varikocele), ein Hodenhochstand, operierte Tumore oder angeborene Ursachen, wie z.B. eine Auffälligkeit der Erbanlagen zu Einschränkungen der Samenqualität führen. Hormonstörungen, Stress und Umweltbelastungen sowie akute Infektionen sind weitere mögliche Ursachen einer reduzierten Samenqualität.

Fällt bei der Ejakulat-Untersuchung im Rahmen der Kinderwunsch-Sprechstunde eine Einschränkung auf, sollte eine gezielte Abklärung der möglichen Ursachen erfolgen. Dies geschieht durch einen andrologisch spezialisierten Urologen. Im Einzelfall kann auch eine humangenetische Beratung bzw. Untersuchung angeraten sein. Der Gynäkologe nutzt die gewonnene Information um mit Ihnen die weitere Kinderwusch-Therapie sinnvoll zu planen.


Störung des Spermientransportes

Bei einigen Männern werden zwar ausreichend viele bewegliche Spermien gebildet, diese können aber auf Grund blockierter Samenleiter beim Samenerguß nicht aus dem Körper austreten. Ursache können fehlgebildete oder, z.B. infolge einer Entzündung, verklebte Nebenhodengänge sein.
Diagnose und Therapie erfolgen durch einen spezialisierten Urologen.

Der weibliche Zyklus

Erste Zyklushälfte (ca. 1. – 14. Tag)
Die Hormone der Hirnanhangdrüse wirken auf die weiblichen Sexualhormone ein und lassen ein Eibläschen (Follikel) heranwachsen. Je größer der Follikel wird, desto näher rückt der Eisprung. Gleichzeitig werden im Follikel vermehrt Östrogene (E’) gebildet. Diese Hormone wiederum bauen die Gebärmutterschleimhaut auf und öffnen den Gebärmutterhals (Cervix) auf einige Millimeter. Außerdem sorgen sie dort für die nötige Produktion an Cervixsekret, das den Spermien den Zugang in die Gebärmutter ermöglicht.

Zyklusmitte (ca. 14. – 16. Tag)
Die maximale Östrogenproduktion durch den reifen Follikel führt zur Ausschüttung von LH aus der Hypophse. Dadurch werden abschließende Reifungsprozesse der Eizelle in Gang gesetzt, die zum Einsprung führen. Der Eileiter (Tube)
der entprechenden Seite fängt das reife, befruchtungsfähige Ei auf und befördert es in Richtung Gebärmutter.

Am 6. – 7. Tag nach dem Eisprung
nistet sich der Embryo in der entsprechend vorbereiteten Gebärmutterschleimhaut ein. Der Embryo gibt Hormonsignale ab und signalisiert damit dem Eierstock (Ovar) die Implantation. Der Gelbkörper bleibt erhalten und bildet das Hormon Progesteron aus. Dieses ist verantwortlich für den Erhalt der Schwangerschaft.

Zweite Zyklushälfte (ca. 17. – 18. Tag)
Das Ei im Eileiter wurde nicht befruchtet. Der Eierstock erkennt dies, da aus der Gebärmutter keine hCG-Hormonsignale kommen. Es bildet sich zwar ein Gelbkörper; der aber geht nach ca. 10 bis 14 Tagen zugrunde. Dadurch fällt der Gelbkörperhormongehalt (Progesteron) im Blut, und es kommt zur Abblutung der Gebärmutterschleimhaut. Der 1. Tag des neuen Zyklus hat begonnen.