Hauptsache gesund

Jede Frau wünscht sich, die besondere Zeit der Schwangerschaft zu genießen: staunen und sich freuen, sich Zeit nehmen, das Leben spüren, das eigene Kind willkommen heißen. In guter Hoffnung sein bedeutet auch, auf die eigenen Kräfte zu vertrauen und darauf, dass das Leben mit Kindern bewältigt werden kann. Für viele gehört dazu auch der Wunsch nach einem gesunden Kind. Denn häufig wird gesund sein mit Glück gleichgesetzt und krank oder behindert sein mit Leid. Menschen, die mit einer Behinderung leben, erleben diese jedoch meist als etwas Selbstverständliches, das zu Ihnen gehört.

Fast alle Kinder kommen gesund zur Welt. Nur die wenigsten Behinderungen sind angeboren. Die meisten Behinderungen entstehen erst im Laufe des Lebens und sind nicht von Anfang an da. Nur ein kleiner Teil davon ist vor der Geburt zu erkennen oder zu heilen.


1. Nackentransparenz-Test

Wie: Mit dem Ultraschall wird die sog. Nackenfalte beim Ungeborenen gemessen. Wird dabei ein bestimmter Wert erreicht, erfolgt eine Überweisung an Spezialisten. Diese errechnen eine statistische Risikoeinschätzung mit Hilfe eines Computerprogramms. Das Alter der Frau, die genaue Schwangerschaftsdauer und die Größe des Ungeborenen werden hinzugenommen.

Warum: Alle Tests werden als Entscheidungsgrundlage über weitere Untersuchungen, wie die Fruchtwasserpunktion oder Chorionzottenbiopsie, durchgeführt.

Wann: 12.-14. Woche

2. Ersttrimester-Test

Wie: Blutentnahme bei der Frau und Bestimmung von Hormon- und Eiweißwerten (HCG; PAPP-A). Für die Erstellung des statistischen Risikowertes mittels eines Computerprogramms werden die sog. Nackenfaltenmessung und das Alter der Frau hinzugenommen.

Wann: 11.-13. Woche

Was erfahre ich: Der Ersttrimester-Test bringt im Vergleich zum Triple-Test genauere Ergebnisse und wird daher häufiger angewendet.

3. Triple-Test

Wie: Blutentnahme bei der Frau; Bestimmung von Hormonen (HCG; Östriol) und des Alphafetoproteins (AFP). Aus diesen Werten, der genauen Schwangerschaftsdauer, dem Alter und Gewicht der Frau erfolgt eine Risikoeinschätzung.

Warum: Zusätzlich zur statistischen Risikoeinschätzung über ein mögliches Down-Syndrom oder eine andere Chromosomenabweichung, auch zur Suche nach Neuralrohrdefekten (z.B. offener Rücken) beim Ungeborenen.

Wann: 16.-18. Woche; diese Ergebnisse liegen innerhalb einer Woche vor.

Was erfahre ich: Ein erhöhter AFP-Wert kann auf einen Neuralrohrdefekt beim Ungeborenen (sog. Offener Rücken) hinweisen.